„Undone“ – Fluur über ihre neue EP

Die erst vor kurzem gegründete Band FLUUR überrascht bereits jetzt mit ihrer im Dezember erschienenen EP „Undone“. Die fünf Songs der EP gehen fließend ineinander über und kombinieren fesselnde Rhythmen mit verspielten Sounds. Das Zusammenspiel von Gitarre, Bass, Schlagzeug und Synthesizer ergibt einen ausgewogenen Klangteppich, der durch verträumte Lyrics ergänzt wird. Ich habe sie bei ihrem zweiten Konzert im Outback Wolkersdorf getroffen und mit ihnen über ihre Musik, den Aufnahmeprozess und ihre Pläne für die Zukunft gesprochen.

 Wo kommt ihr her und wie lange gibt es euch schon?

Sabeth: Wir sind FLUUR und machen seit November gemeinsam Musik. Philipp und ich kennen uns von der Bruckner Universität in Linz, wo wir beide studiert haben, Philipp Gitarre und ich Gesang. Philipp war der erste, den ich aus dem Jahrgang kennengelernt habe und wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden. Ich spiele auch noch bei „Bye Maxene“ und singe Backingvocals in verschiedenen Bands, seit kurzem auch in Deutschland.

Philipp: Thomas und ich machen jetzt seit zehn Jahren gemeinsam Musik und haben lange bei der Band KAIKO gespielt.

Thomas: Genau, außerdem spiele ich bei Onk Lou und habe IGP Schlagzeug am VMI studiert.

Wie sieht das Setup auf der Bühne aus?

Philipp: Was wir jetzt seit neuem auf der Bühne realisiert haben ist, dass Sabeth Bass spielt und singt. Wir hatten die Vision von einer kleinen, kompakten Besetzung, die trotzdem den Sound umsetzen kann, den wir uns vorstellen.

Sabeth: Genau, also ich habe bis jetzt Synth und Gesang gemacht, momentan spiele ich nur noch für einen Song Synth. Bass ist eher ein neues Projekt für mich.

Philipp: (lacht) Ja, wir tauschen ein bisschen hin und her.

Wer schreibt die Songs bei euch?

Sabeth: Wir haben mittlerweile durch die lange Bekanntschaft schon viel miteinander an Songwriting gearbeitet und haben gerade für diese Band eine Vision, wie das klingen soll. Meistens ist es so, dass man mal zu zweit oder dritt sitzt, einen Song strukturiert und diesen gemeinsam ausarrangiert. Da kommen oft so wesentliche Elemente dazu und dadurch kann man nicht sagen, dass es von nur einer Person ist.

Philipp: Oft kommen in der Produktion auch noch soundfärbende Elemente dazu, die wieder das Arrangement verändern. Es gibt also von Anfang bis zum Schluss viele Etappen, durch die die Songs gehen.

Ihr nehmt ja vieles auf eigene Faust im Home-Studio auf. Wie habt ihr euch das beigebracht?

Philipp: Das kommt vom selbst auschecken, Freunde fragen und zuschauen. Wir haben auch bei unseren anderen Bands den Engineers über die Schultern geschaut.

Thomas: Bei KAIKO haben wir das auch selber gemacht.

Philipp: Genau, die letzte KAIKO EP haben wir auch schon selbst produziert. Wenn man bereits eine klare Vorstellung bezüglich Produktion und Sound im Kopf hat und das selber umsetzen kann, ist das sehr viel direkter und unmittelbarer, als einen außenstehenden Produzenten dazu zu holen.

Wie war die EP Release-Show in Graz für euch?

Sabeth: Es war voll schön jetzt endlich mal nach diesem ganzen Aufnahmeprozess eine Show auf die Bühne zu stellen. Es tut wahnsinnig gut, wenn man endlich mal rausgehen kann, um sein fertiges Produkt zu präsentiert.

Thomas: Die Leute haben es sehr gut aufgenommen. Auch Hume, die Vorband meiner Schwester, hat sehr gut dazu gepasst.

Habt ihr schon neue Songs aufgenommen, die jetzt in nächster Zeit rauskommen?

Sabeth: Ja, wir sind gerade im Prozess und es sind auch ein paar Videos in Planung. Wir wollen nach und nach Singles releasen und spielen im Mai auch in Hamburg. Nachdem wir jetzt schon so lange in den Startlöchern sitzen, haben wir schon ganz schön Feuer unter dem Hintern. (lacht)

 

FLUUR Live:

16.02. // Dvorana Rocks // Bleiburg

17.02. // Sunday Sounds // Le Méridien Vienna

 

Interview: Matthias Pfaffl

Foto: Stefan H. Mayerhofer

 

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