Warum der Black History Month gerade in der Popkultur wichtig ist

Februar ist Black History Month – das ist schon seit über 50 Jahren so. Wir feiern mit und legen den Fokus auf Schwarze Musiker:innen in Österreich. Und zeigen auf, warum gerade der Black History Month in der Popkultur unabdingbar ist.
Von Magdalena Zimmermann

 

Aber beginnen wir mal von vorne, denn obwohl der Black History Month ja schon seit 50 Jahren besteht, ist er gefühlt erst seit kurzem in der Popkultur bei uns in Österreich angekommen. Was ist denn überhaupt unter dem Black History Month zu verstehen und warum ist das gerade bei uns in Österreich eigentlich so wichtig?

Die Idee dazu stammt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten. Dort findet der Black History Month bereits seit den 1970er Jahren statt. Gefeiert werden dabei einerseits die Errungenschaften der Schwarzen Community, gleichzeitig soll aber auch die Geschichte der Unterdrückung und Demütigung aufgezeigt werden. Spätestens seit dem tragischen Mord an George Floyd durch Polizeigewalt ist auch in Österreich in weiten Teilen ein Bewusstsein dafür entstanden, dass Schwarze Menschen immenser Unterdrückung und allen Arten und Formen von Rassismen ausgesetzt sind. Daraus resultierte schließlich die Black Lives Matter Bewegung, die seit 2020 auch in Österreich für Rechte Schwarzer Menschen einsteht und sich gegen Unterdrückung auflehnt.

Black History Month in der Popkultur

Die Rassismen, die allgemein in der Gesellschaft vorherrschen, bedingen natürlich auch den Umgang mit People Of Colour in der Popkultur. Schwarze Musiker:innen wird gerade in linearen Medien oft weniger Betrachtung geschenkt. Das Österreichische Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music, welches letztes Jahr im dritten Wiener Gemeindebezirk eröffnet hat, hat sich genau dieser Thematik angenommen. Hier werden Musiker:innen in den Fokus gerückt, die zeigen, wie vielfältig die österreichische Musiklandschaft eigentlich sit. Da werden beispielsweise „The Rounder Girls“ vorgestellt, die im Jahr 2000 beim Eurovision-SongContest Österreich vertreten haben, aber auch Musiker:innen aus allen Genres von Rock, über Klassik bis hin zu Jazz und Soul.

Black History Month bei Backbeat

Wir wollen nun, anlässlich des Black History Months, auch den Fokus auf fünf Schwarze Musiker:innen aus Österreich legen, von denen ihr unbedingt hören solltet:

„Sweetyboyblondey“

Eigentlich kommt der Musiker aus den Cloud-Rap, mit seinem Debüt-Album „Sweet Radio Playlist“ schaffte er 2019 bereits eine größere Fanbase aufzubauen. Sein neuer Track „Überlebt – Sped Up“ ist eine Hightempo-Nummer, die sofort zum Tanzen einlädt.

 

„Nenda“

An der Ötztaler Rapperin führt wirklich kein Weg mehr vorbei. Ihr Song „Mixed Feelings“ schlug vor knapp drei Jahren ziemlich große Wellen, wird vor allem bei Fm4 immer noch auf und ab gespielt. Sie setzt dabei den Fokus auf ihre Gefühle als People of Colour in Österreich und wechselt dabei zwischen Englisch und dem tiroler Dialekt. Ihr Umgang mit Alltagsrassismus fließt auch in ihre anderen Tracks stets mit ein.

 

„Gas“

Die Newcomer bieten Gangster Rap vom Feinsten und das „straight“ aus dem Ländle. Das Kollektiv besteht aus Gra3t, Aisjj, Steph und Dr. Jimah, die mit sehr harten und schnellen Sound auftrumpfen, der teilweise auch an den britischen Grime-Sound erinnert.

 

„Meydo“

Der Grazer ist vor allem für seine multilingualen Texte bekannt – von Deutsch bis Französisch. Dabei kombiniert er musikalisch Afra und RnB-Sounds gespickt mit Rumbaelementen, die seine Musik vor allem etwas machen: tanzbar!

 

„TAY-LAH“

Erst gerade vor einem Jahr hat die Wiener Sängerin Tay-Lah ihr Debüt-Album „Journey into Colours“ veröffentlicht. Vor allem ihr Song „Petty Lova“ hat dabei große Wellen geschlagen und mittlerweile über 200.000 Aufrufe allein auf Spotify. Dynamischer Pop-Sound der mit Reggae-Vibes und Afrobeats gemischt wird – echtes Ohrwurmpotential!