Wiens Plattenläden – RECORDBAG

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Am 1. Dezember 2004 wurde der wiener Plattenladen Recordbag  von Sylvia Benedikter und Andreas Voller eröffnet. Pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum startet Backbeat mit einem Interview eine Reihe von Portraits, die einen Überblick über die interessantesten Plattenläden Wiens geben sollen.

Wie aus dem Namen hervorgeht, beschränkt sich euer Sortiment nicht nur auf Schallplatten und Cds. Was kann man sonst noch bei euch erwerben? .
Für uns war es immer wichtig ein besonders breites Angebot an Produkten anzubieten, die etwas mit Musik zu tun haben. Das Bag im Namen, steht für Merchandise  Artikel, T-Shirts und eben Taschen, die in Verbindung mit der Musik die Plattentasche vervollständigen.

Ist das Recordbag Musikaliensortiment auf eine bestimmte Musikrichtung ausgerichtet?
Allgemein könnte man sagen, dass unser Hauptaugenmerk auf Indie-Gitarrenmusik gerichtet ist. Weiters haben österreichische Acts und die Musik der Achtziger und Neunziger, also Sachen die uns selbst schon lange begleiten, eine besonderen Stellenwert.

Wie geht ihr bei der Auswahl für eure Neuheiten vor?
Wir haben unsere Augen  speziell auf den englischen Markt gerichtet und versuchen Neuerscheinungen die es hiezulande noch nicht gibt frühzeitig zu importieren. Ein anderer wichtiger Aspekt sind konkrete Kundenwünsche, die wir natürlich immer versuchen zu erfüllen.

Ist die Schallplatte noch immer ein wichtiges Produkt in eurem Angebot oder ist es eher ein beliebtes Objekt für Sammler und Discjockeys der alten Schule?
Definitiv ist sie noch immer ein wichtiger Bestandteil unseres Angebots. Man kann sagen, dass sich unser Repertoire an Vinyl, in den fünf Jahren sicher verdreifacht hat. Die Tendenz ist weiter steigend, da mittlerweile beinahe alle Neuerscheinungen auch als Vinyl erhältlich sind und alte lange verschollene Platten wieder neu aufgelegt werden.

Ist das in den letzten Jahren stark gestiegene Angebot an Download-Portalen, ein merklicher Konkurrent für euer Geschäft geworden?
Eigentlich merken wir davon nichts. Die Leute die zu uns ins Geschäft kommen, suchen Information und Beratung. Es kann gut sein, dass diese Leute auch Musik downloaden aber später wollen die meisten das Album auch in der Hand halten und nicht nur digitalisiert hören. Bei den meisten Neuerscheinungen auf Vinyl ist sogar ein Downloadcode dabei, sodass man das Album physisch wie auch in digitaler Form zuhause hat.

In welcher Preiskategorie kann man bei Recordbag Musik erwerben?
Also wir führen ausschließlich neue Produkte, das heißt auch alte Alben die wieder neu aufgelegt werden. Der Preis geht hier von ungefähr 6 Euro bis nach oben hin offen aber im Großen und Ganzen nicht über den Normalpreis für Schallplatten und Cds.

Gibt es auch einen Online-Store?
Ja,  man findet ihn auf unserer Homepage und ist sozusagen unserer Schaufenster für Leute, die nicht aus Wien sind oder die sich über Neuheiten informieren möchten.


Wie eingangs schon erwähnt, feiert Recordbag gerade sein fünfjäriges Bestehen und bietet bis 5. Dezember besondere Angebote. Es gibt zu diesem Anlass sogar Live-Auftritte von Bands und Musikern im Shop! Alle Infos gibt es unter www.recordbag.at

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Interview: Alexander Csurmann

Fotos: Recordbag Fashion&Music

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